Freitag, 16. Dezember 2011

neun.

Der eisige Wind sticht in mein Gesicht und ich versuche krampfhaft nicht zu zittern, aber vergeblich. Irgendwann lasse ich das Zähneklappern und frieren zu. Deine Schritte neben mir sind gleichmäßig im Gegensatz zu meinen. Der Boden glitzert im Schein des Mondes und die paar Blätter, die auf dem Waldboden zerstreut liegen, rascheln unter unseren Füßen. Bei jedem Geräusch erschrecke ich mich und hüpfe fast in deine Arme. 'Jetzt entspann dich mal.', rätst du mir, aber ich sehe dich nur fragen an. 'Wie soll ich das denn machen?' Du zwinkerst mir leicht zu. 'Ich würde dich doch beschützen.', lachst du mich an und legst deinen Arm, um meine Schultern. Ich höre augenblicklich auf zu zittern, weil deine Wärme und dein Geruch mich nach ein paar Sekunden schon umschlossen hat. 'Das will ich hoffen.' Du lächelst und deine Augen leuchten kurz auf. 'Ich würd's für dich tun.', merkst du nach einer halben Ewigkeit Schweigen an. 'Was?', murmle ich. 'Alles.'

3 Kommentare:

  1. Fang so früh an, wie möglich. Denn je länger du dich selbst nicht magst, desto schwerer wird es, dem Teufelskreis zu entkommen. :)

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  2. Nein, das meinte ich auch nicht. Aus deinen Texten kann man lesen, dass du dir Gedanken machst, aber es dreht sich nicht alles darum. Aber dass du dich nicht magst, oder nicht genug, das wird sehr deutlich. Damit kann man eben nicht früh genug anfangen.

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  3. Ich weiß nicht, ob ich das kann. Ich finde es einfach nur schrecklich erbärmlich von ihm, seine Probleme auf diese Weise lösen zu wollen. Und dann noch bei Jakob.
    Es gibt nicht's mehr zu bereden.
    Aber Danke!

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