Sonntag, 11. Dezember 2011
sieben.
Meine Augen wandern über irgendeine Lektüre, die wir im Moment in Deutsch durchnehmen. Langsam verschwimmt meine Sicht auf die viel zu klein geschrieben Buchstaben und eine Träne löst sich und fällt auf die aufgeschlagene Seite. Schnell wische ich mir mit meinem Ärmel den Rest der Träne weg. Es klopft an meiner Tür. 'Mh?', murmle ich in Richtung Buch, eingegraben in meinem Schal. 'Kann ich dir irgendwie helfen?', fragt mein Vater mich. 'Nene, ich lese nur noch was für morgen.', antworte ich leicht genervt. 'Was denn?', fragt er und grabscht nach dem Buch. 'Ach, der Olle. Ich meine der konnte ja ruhig leben, aber dass er das alles aufschreibt ist doch wirklich unnötig, oder?', scherzt er und versucht mir ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern. 'Jaja, finde ich auch.', antworte ich, aber das mit dem Lächeln haut noch nicht ganz hin. 'Alles in Ordnung?', fragt er mich. 'Sicher, sicher. Immer.', antworte ich viel zu schnell, aber er glaubt es mir. 'Nun gut. Viel Spaß noch.', wünscht er mir und verschwindet. Als wäre alles in bester Ordnung. Als wäre alles okay. Mach', dass es aufhört wehzutun ... bitte.
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